Richtig bewerben

So wird's was!

Du weißt jetzt, dass du gerne was mit Holz machen möchtest? Prima! Dann solltest du jetzt die nächsten Schritte in Angriff nehmen. Auch wenn es anstrengend klingt, so kompliziert ist das mit dem Bewerbungen schreiben gar nicht. Wir erklären es dir!

Deine Ausbildung beginnt meist am 1. August oder 1. September, also nach deinen letzten Sommerferien. Am besten fängst du aber schon etwa ein Jahr vor Ausbildungsbeginn mit dem Schreiben von Bewerbungen an, denn viele Betriebe planen weit im Voraus.

Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?
Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe findest du am schnellsten hier auf unserer Webseite. Infos bekommst du auch bei der Agentur für Arbeit oder auf Ausbildungsmessen. Frag' im Betrieb deiner Wahl ruhig nach einem Praktikum oder "Schnupper-Tagen", dann kannst du dir vor Ort ein Bild machen!
Wann bewerbe ich mich?
Deine Ausbildung beginnt meist am 1. August oder 1. September, also nach deinen letzten Sommerferien. Am besten schreibst du etwa ein Jahr vor Ausbildungsbeginn deine Bewerbungen, denn viele Betriebe planen weit im Voraus.
Was gehört in eine Bewerbung?
In deine Bewerbung solltest du packen:

  • kurzes Anschreiben
  • Lebenslauf (am besten mit Foto)
  • Zeugnisse
  • Wie sieht ein gutes Anschreiben aus?
    Eine DIN-A4-Seite reicht in der Regel aus. Verwende eine gängige und gut lesbare Schriftart. Achte auf Rechtschreibung und Formalien wie Datum, Betreff, Anrede und deine Unterschrift. Stimmen alle Angaben? Keine Rechtschreibfehler? Prüfe lieber zwei Mal!

    Wie ein gutes Anschreiben aussehen kann, zeigen wir dir hier.
    Was muss in den Lebenslauf?
    In deinem Lebenslauf gibst du einen kurzen Überblick über dich, deine Schulausbildung, bisherige Praktika, deine Kenntnisse und Hobbys. Dafür eignet sich am besten die tabellarische Form. Achte dabei auf eine einheitliche und lückenlose zeitliche Reihenfolge.

    Wie ein übersichtlicher Lebenslauf aussehen kann, siehst du hier.
    Warum ein Bewerbungsfoto?
    Es ist zwar keine Pflicht, ein Foto in der Bewerbung macht aber einen guten Eindruck! Du wirst sicher viele Fotos auf deinem Smartphone haben, aber am besten lässt du professionelle beim Fotografen machen. Das wirkt viel seriöser.
    Ist eine Bewerbung per E-Mail auch okay?
    Heutzutage ist es nicht unüblich, Bewerbungen per E-Mail zu versenden. Am besten richtest du dich aber danach, was dem Betrieb lieber ist. Falls du dir nicht sicher bist, kannst du einfach anrufen und nachfragen.
    Bei Bewerbungen per E-Mail solltest du die Bewerbungsunterlagen als PDF-Dateien senden. Achte darauf, dass die Dateien nicht größer als 3 MB sind.
    Was muss ich beim Vorstellungsgespräch beachten?
    Deine Bewerbung hat dem Betrieb gefallen! Nun möchten die Leute dich persönlich kennenlernen. Wenn du ein paar einfache Punkte beachtest, meisterst du das ganz easy:

  • Sei pünktlich und komm nicht auf den letzten Drücker
  • Outfit, Schuhe und Frisur sollten sauber und ordentlich sein. Sei lieber etwas schicker als zu lässig...
  • Verzichte an dem Tag auf deine Basecap oder zu viel Schmuck
  • Stelle während des Gesprächs dein Handy aus
  • Vermeide zu viel Parfüm oder intensiven Zigarettengeruch
  • Was erwartet mich im Vorstellungsgespräch?
    Dein Vorstellungsgespräch verläuft am lockersten, wenn du an der Tätigkeit und am Betrieb wirklich interessiert bist. Es ist ratsam, dass du dich vorab über den Beruf und den Betrieb (Webseite, Presse) informierst. Dann kannst du nicht nur sicher auf Fragen antworten, sondern selbst auch welche stellen.

    Um gut vorbereitet zu sein, solltest du dich, deine Stärken und deine Ziele mündlich beschreiben können. Schau' noch mal, was du hierzu in deiner Bewerbung geschrieben hast. Zum Üben haben wir typische Bewerbungsfragen für dich gesammelt.
    Keine Rückmeldung. Wann soll ich nachfragen?
    Du hast noch keine Rückmeldung zu deiner Bewerbung oder deinem Vorstellungsgespräch? Das muss nichts bedeuten, da die Betriebe oftmals viel um die Ohren haben. Nach längerer Zeit (zwei Wochen) kannst du aber gerne die Initiative ergreifen und telefonisch oder per E-Mail nach dem Stand der Dinge fragen. Das zeigt dein Interesse!
    Ich hab den Job! Wie geht es weiter?
    Kläre mit deinem zukünftigen Ausbildungsbetrieb, wie es weitergeht. Wann beginnt die Ausbildung? Was ist bis dahin noch zu tun? Wann unterschreibt ihr den Vertrag? Wer ist dein Ansprechpartner und Betreuer im Betrieb? Auch wenn es bis zum Ausbildungsbeginn noch eine Weile dauert, hilft der regelmäßige Kontakt, dass später alles rund läuft.
    Wie gehe ich mit Absagen um?
    Eine Absage ist nie schön, sollte dich aber nicht zu lange beschäftigen. Das ist wie im Sport. Es gibt viele Gründe, warum es mal nicht klappt. Du kannst ruhig nachfragen, warum der Betrieb dich nicht genommen hat. Das hilft dir, Auswahlprozesse zu verstehen und Dinge beim nächsten Mal eventuell besser machen zu können.
    Ich habe ein Vorstellungsgespräch, wie soll ich mich anziehen?
    Auch wenn du dich bei einem Sägewerk bewirbst und nicht auf einer Bank, solltest du gepflegt auftreten. Ganz nach dem Motto: lieber etwas zu schick als zu lässig. Auch wenn es dir ungewohnt vorkommen mag, das macht gleich einen guten Eindruck. Wichtig ist, dass du dich wohlfüllst und dich nicht verstellst. In der Checkliste-Vorstellungsgespräch findest du weitere Tipps damit dein Vorstellungsgespräch gelingt.
    Ich habe gelesen, dass viele Chefs nach Stärken und Schwächen fragen. Meine Stärken kenne ich, aber wie beschreibe ich meine Schwächen?
    Sehr gute Frage! Falsch wäre es zu sagen „Ich habe keine.“ oder „Ich bin fehlerfrei.“, denn jeder hat seine Schwächen. Nimm deinen Lebenslauf und schau dir deine verbesserungswürdigen „Schwachpunkte“ an (z.B. PC-Programme, Sprachen). So kannst du signalisieren, dass du deine Schwäche kennst, aber auch weißt, wie du sie minimierst. Wörter wie „gelegentlich, manchmal, selten“ relativieren deine Schwächen ebenfalls. Bei den Stärken solltest du dir überlegen, welche für den Beruf positiv sind, z.B.: „Ich komme mit Stress gut zurecht, bin zuverlässig, lerne gerne Neues.“
    Ich habe gehört, dass viele Betriebe bei einer Online-Bewerbung gleich eine Absage senden. Stimmt das?
    Es kommt darauf an, was der Betrieb fordert. Steht in der Stellenausschreibung ausdrücklich "keine Online-Bewerbung", dann trifft das zu. Umgekehrt gibt es genauso Unternehmen, die nur eine Online-Bewerbung wünschen (aber Achtung: die Datei sollte nicht zu groß (max. 3 MB) sein). Ansonsten werden beide Formen gleichrangig behandelt. Solltest du keine Informationen finden, wie du deine Bewerbung senden sollst, dann frage per Telefon oder E-Mail nach.
    Bei einem Unternehmen sind zwei interessante Ausbildungsstellen ausgeschrieben. Wie kann ich rausfinden, welche die richtige für mich ist?
    Die Berufswahl ist nicht einfach und sollte gut überlegt sein. Kennst du schon unseren Jobfinder? Du kannst aber auch einfach bei dem Unternehmen anrufen und um ein Gespräch mit dem Ausbildungsbeauftragten bitten. Er kann dir die Inhalte und Aufgaben des jeweiligen Berufs genau erklären. Sollte dir das noch nicht reichen, kannst du auch nach einem Schnuppertag oder einem Praktikum fragen. In der Regel ist das kein Problem, denn so lernt dich das Unternehmen kennen und du verschaffst dir einen Pluspunkt bei deiner Bewerbung.

    Während deiner Ausbildung besuchst du in 3-4 Wochen Blöcken eine der Berufsschulen in Deutschland.
    Beispielsweise für die Ausbildung als Holzbearbeitungsmechaniker/in kannst du zum Lehrinstitut der Holzwirtschaft und Kunststofftechnik in Rosenheim oder zur Holzfachschule in Bad Wildungen gehen.